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Die Bedeutung der Hühnerhaltung für Selbstversorger

Wer sich selber versorgen möchte, hat unter anderem bei essenziellen Aminosäuren ein Problem. Diese müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da wir sie nicht aus anderen Aminosäuren aufbauen können. Genau dieses Problem macht Hühner zu einem sehr wichtigen Element in der Selbstversorgung: Das Hühnerei enthält alle wichtigen Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis. Cholesterin spricht dagegen? Wer in der Krise auf magere Kost umsteigt und nur ein paar Hühnereier in der Woche isst, wird damit kaum noch Probleme kriegen.

Veganer, die auf Hühnereier und Milchprodukte verzichten, haben es hingegen schwerer. Außer Soja eignet sich kaum eine Pflanze als produktiver Ersatz für tierische Eiweißquellen. Auch eine Kombination aus Erbsen und Bohnen wäre zur Not möglich, käme aber nicht ganz an Soja oder tierische Eiweißquellen heran. Zumindest sind Hülsenfrüchtler für Selbstversorger sehr wichtig, da diese mit ihren Wurzeln Stickstoff im Boden einlagern und damit zur wichtigen Zwischenfrucht werden.

Hühner sind aus einem weiteren Grund perfekte Nutztiere für Selbstversorger: Bruderhähne und Eier sind leicht zu portionieren. Außerdem suchen Hühner einen großen Teil ihres Futters selber und die Bruderhähne sind im mageren Winter bereits Geschichte.

Es gibt bei Hühnern auch einen Nachteil: Leider sind diese genau wie Menschen oder Schweine selber auf die Aufnahme essenzieller Aminosäuren angewiesen. Wenn sie im Auslauf keine Kleintiere finden, brauchen sie ausgewogene Proteine im Futter. Ziegen, Schafe oder Kühe können jedoch sämtliche Aminosäuren aus Grünkost aufbauen und wären in diesem Punkt im Vorteil.

Mehlwürmer züchten

Solange Hühner im Sommer fündig werden, brauchen sie nur noch einige Körner und eine Kalkquelle wie Muschelgrit. Selbstversorger können einfach alte Eierschalen sammeln, auskochen und klein gerieben mit den gequetschten Körnern an die Hühner verfüttern. Solange diese noch einige Gehäuseschnecken finden, wird es bereits reichen. Doch im Winter werden die Hühner nicht fündig. Eierschalen lassen sich horten, wer aber keinen Soja anbaut, hat zumindest mit Winterlegern ein großes Problem.

Mehlwürmer sind Insekten, welche sich zu 100 % als Nahrung für Mensch und Tier verwenden lassen. Sie sind relativ einfach zu züchten und auch zu trocknen. Ideal ist es, sie zuerst in den Kühlschrank, dann ins Gefrierfach und dann in die Sonne zu legen. Die Kälte betäubt und tötet die Mehlwürmer. Sind diese getrocknet, halten sie sich über einige Wochen oder vielleicht auch Monate. Wer die Produktion im Herbst hochschraubt, kann sich die Arbeit sparen und sie frisch verfüttern.

Für die Zucht von Mehlwürmern eignen sich Kunststoffwannen, als Futter reichen kleine Mengen Ost oder Gemüse sowie Brotreste und Weizenkleie oder Getreidekörner. Außerdem werden einmalig Mehlwürmer für die Nachzucht benötigt.

Hühner nachzüchten

Es gibt viele verschiedene Hühnerrassen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Wer seine Hühnerwiese einzäunt, sollte eine flugfaule Rasse wählen. Wer gerne ein Hähnchen verspeist, würde zu einer wenigstens mittelschweren Rasse tendieren. Zumindest sollen die Hühner viele Eier legen, einige Rassen legen selbst im Winter, machen aber dennoch während der Mauser im Herbst Pause.

Leider brüten viele Legelinien kaum noch. Wer keine Kunstbrut, sondern Naturbrut wählt, sollte z.B. einige Seidenhühner halten und ihnen die Bruteier unterschieden. Schon werden die Seidis diese ausbrüten und die Küken aufziehen.

Gerade in der Krise stellt sich die Frage, ob der Strom für die Kunstbrut noch gleichmäßig fließt. Sicherer wäre also die Naturbrut.

Wichtig bleibt, die Hühner-Stämme für die Bruteier passend zu sortieren, damit die Eigenschaften der Rassen erhalten bleiben. Außerdem sollen Bruteier, Küken oder Hähne mit anderen Züchtern ausgetauscht werden, um der Inzucht vorzubeugen.

Weitere Tipps für Hühnerzüchter

Ein Selbstversorger hat volles Programm. Wer sein Gemüse und Getreide selber anbaut, ist froh um jedes Huhn, das selber sucht. Die schweren Hühnerrassen sind tendenziell fauler beziehungsweise brauchen mehr Hühnerfutter. Auch aus diesem Grund sind leichte bis mittelschwere Legerassen zu bevorzugen. Solange diese genug finden, lässt sich die Fütterung deutlich reduzieren. Dennoch freuen sich die Hühner über einige Reste aus Küche und Garten.

Neben dem Futter kommt es auch auf die Hygiene im Stall und auf sauberes Wasser an. Wegen Parasiten und Krankheiten wären robuste Hühnerrassen zu bevorzugen. Dieses wären Rassen, die entweder in Nordsee-Nähe oder in Höhenlagen erzüchtet wurden. Beispiele sind Appenzeller Spitzhauben aus der Alpenregion oder das etwas schwerere Augsburger Huhn. Klassiker sind unter anderem Italiener, Leghorn, New Hampshire, Rhodeländer, Sussex oder Wyandotten.

Wer mit einigen Hühnern anfängt und sich etwas Erfahrung aneignet, kann später mit geringem Aufwand auch mehr Hühner durchbringen. Es ist zumindest schön und zur Selbstversorgung auch anzuraten, ein paar frische Eier auf dem Tisch zu haben. Perfekt ist es, andere Selbstversorger mit Eiern und Bruderhähnen zu versorgen, wenn diese mit Körnern bezahlen.

Weitere Informationen zur Hühnerhaltung finden Sie auf https://www.huehner-ratgeber.de/

 

 

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